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Die BASF hat am Standort Ludwigshafen die Kapazität ihres Spezialweichmachers Hexamoll® DINCH auf 100.000 Jahrestonnen erhöht. Hexamoll® DINCH ist ein innovativer Weichmacher, der speziell für den Einsatz in sensiblen Anwendungsbereichen entwickelt wurde. Die Anlage in Ludwigshafen mit einer ursprünglichen Kapazität von 25.000 Jahrestonnen war aufgrund der seit der Markteinführung 2002 kontinuierlich gestiegenen Nachfrage voll ausgelastet.
Nachdem in der Vergangenheit der Schwerpunkt auf Spielzeug und Medizinartikeln lag, werden zukünftig auch bedeutende Wachstumsimpulse von Produkten mit Lebensmittelkontakt erwartet. Denn neben der bereits vorhandenen Empfehlung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), liegt seit Anfang Oktober auch der positive Bescheid der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) vor. Hexamoll DINCH ist im Rahmen der globalen Migration von 60 mg pro Kilogramm Lebensmittel reguliert und ist somit für eine Vielzahl von Produkten mit Lebensmittelkontakt wie Verpackungsfolien, Schläuchen oder Dichtungen geeignet.
"Mit der erweiterten Anlage können wir auch in den kommenden Jahren die Wachstumspläne unserer Kunden begleiten. Die nun vorliegende EFSA-Zulassung ist ein wichtiger Schritt für die weltweite Weiterentwicklung von Hexamoll® DINCH", so Dr. Albert Heuser, Leiter des Unternehmensbereiches Petrochemikalien der BASF-Gruppe. "Zwar ist die EFSA eine Europäische Behörde, doch die Zulassung ist auch von großer Bedeutung für unsere globalen Kunden. Sie dient beispielsweise unseren Kunden aus der Spielzeugindustrie in Asien, dem Zentrum der weltweiten Spielzeugproduktion, als weitere Bestätigung der toxikologischen Unbedenklichkeit von Hexamoll DINCH. Da sie ihre Produkte weltweit exportieren, haben Regulierungen in Europa oder NAFTA einen erheblichen Einfluss auf ihr Geschäft", erläutert Heuser weiter.
Weichmacher für PVC sind aufgrund möglicher Gesundheitsrisiken in speziellen Anwendungen vermehrt in die Kritik geraten. Daher arbeitet die BASF seit 1997 in dem breit angelegten Forschungsprojekt "nachhaltige Weichmacher" intensiv an Alternativen für Anwendungen in den Bereichen Spielzeug, Medizinprodukte und Lebensmittelkontakt. Hexamoll DINCH wurde von Anfang an zahlreichen Prüfungen unterzogen und ist heute der am besten untersuchte Weichmacher auf dem Markt. Seit Beginn wurden knapp 5 Millionen Euro in die Untersuchungen investiert. Die Ergebnisse zeigen, dass sich Hexamoll DINCH durch ein herausragendes toxikologisches Profil auszeichnet und daher speziell für diese sensiblen Anwendungsbereiche geeignet ist. Ein weiterer Vorteil ist die äußerst niedrige Migrationsrate, die durch eingehende Untersuchungen des Fraunhofer-Instituts für Verfahrenstechnik und Verpackung bestätigt wurde.
Wechsel leicht gemacht
Die Kunden von Hexamoll DINCH profitieren in doppelter Hinsicht: Neben dem ausgezeichneten toxikologischen Profil zeichnet sich Hexamoll DINCH durch gute Anwendungseigenschaften aus. Hexamoll DINCH kann problemlos auf den vorhandenen Maschinen eingesetzt werden. "Für die Umstellung auf Hexamoll DINCH sind allenfalls Feinjustierungen der Rezepturen und Verarbeitungsparameter erforderlich. Hierfür steht weltweit ein kompetentes Team bereit, um unsere Kunden bei der Umstellung zu beraten und wo notwendig vor Ort zu unterstützen", so Heidrun Goth, zuständig für das globale Marketing von Hexa-moll DINCH.
Mit Hexamoll DINCH erfüllen Spielzeughersteller auch die neue EU-Regulierung über den Einsatz von Weichmachern in Kinderspielzeug und -artikeln. Unter den Kunden, die heute schon auf Hexamoll DINCH als Alternative setzen, befinden sich zum Beispiel die Spielzeugfirmen Schleich, Simba Toys, Annette Himstedt und John. Auch Pfrimmer Nutricia, eines der führenden Unternehmen für Sets zur enteralen Ernährung hat seine Produktion komplett auf Hexamoll DINCH von BASF umgestellt. "Angesichts der Bedenken gegen einige Weichmacher wollten wir in unserem Bereich die Ersten sein, die gänzlich auf diese Stoffe verzichten. Schließlich gibt es mit Hexamoll DINCH ja eine sichere Alternative.", sagt Dagmar Dehler von der Marketingabteilung des Medizinprodukte-Herstellers. Verstärkt wird Hexamoll DINCH auch von Kunden aus anderen Anwendungsgebieten für Weich-PVC, zum Beispiel für Gartenschläuche, oder aus sensiblen Nicht-PVC-Anwendungen, wie Modelliermasse für Kinder, nachgefragt.
Mehrfach ausgezeichnet
Mit dem steigenden Markterfolg stellt sich auch Anerkennung von anderer Seite ein. Zweifach wurde Hexamoll DINCH dieses Jahr mit einem Innovationspreis ausgezeichnet. Extern wurde Hexamoll DINCH als beste Produktinnovation mit dem ICIS Publications Innovation Award 2006 ausgezeichnet. Hexamoll DINCH erhielt zudem den BASF Innovation Award 2006. Hierzu Dr. Stefan Marcinowski, Mitglied des Vorstandes und Sprecher der Forschung: "Mit dem BASF Innovation Award zeichnet der Vorstand Erfindungen aus, die erfolgreich zu Innovationen umgesetzt wurden. Ich freue mich, dass durch den ICIS Award Hexamoll DINCH auch extern gewürdigt wurde."
Weichmacher werden eingesetzt, um eigentlich sprödes und hartes PVC biegsam und weich zu machen und so eine Vielzahl von neuen Anwendungsbereichen zu eröffnen. Denn ohne Weichmacher sind viele PVC-Produkte des täglichen Lebens wie zum Beispiel Kabel, Blutbeutel, Fußböden oder Folien nicht vorstellbar. Mit mehr als 500.000 Jahrestonnen Produktionskapazität ist BASF einer der führenden Weichmacher-Hersteller weltweit und bietet ihren Kunden das breiteste Produktportfolio an Standard- und Spezialweichmachern.
BASF ist das führende Chemie-Unternehmen der Welt: The Chemical Company. Ihr Portfolio umfasst Chemikalien, Kunststoffe, Veredlungsprodukte, Pflanzenschutzmittel und Feinchemikalien sowie Erdöl und Erdgas. Ihren Kunden aus nahezu allen Branchen hilft BASF als zuverlässiger Partner, mit intelligenten Systemlösungen und hochwertigen Produkten erfolgreicher zu sein. BASF entwickelt neue Technologien und nutzt sie, um zusätzliche Marktchancen zu erschließen. Sie verbindet wirtschaftlichen Erfolg mit dem Schutz der Umwelt und gesellschaftlicher Verantwortung und leistet so einen Beitrag zu einer lebenswerten Zukunft. BASF beschäftigt rund 94.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2005 einen Umsatz von über 42,7 Milliarden €. Weitere Informationen zur BASF im Internet unter www.basf.de .
Hinweis an die Redaktionen:
Weitere Informationen über Hexamoll® DINCH erhalten Sie unter: www.hexamoll.basf.com
oder per Email an hexamolldinch@basf.com
Pressefotos können auf www.basf.de/pressefotos und dort unter dem Stichwort "Petrochemikalien" heruntergeladen werden. |